start

Syphilis

Kurzinfo

Syphilis ist eine leicht übertragbare Krankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Früh erkannt, kann die Syphilis heutzutage mit Antibiotika gut geheilt werden. Wenn sie aber nicht rechtzeitig behandelt wird, kann sie schwerwiegende gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.

Nach einer Syphilis-Therapie muss bei HIV-Positiven noch regelmäßig ein Bluttest durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Syphilis wirklich dauerhaft erfolgreich therapiert wurde und nicht wiederaufflammt.


Übertragung

Die Syphilis ist leicht übertragbar. Die Erreger befinden sich überall, wo sich Haut oder Schleimhaut durch die Krankheit verändern und Flüssigkeit absondern, außerdem im Blut.

Über kleinste Verletzungen in der Haut oder Schleimhaut (zum Beispiel im Mund, im Analbereich, am Penis oder in der Scheide) können die Bakterien in den Körper eines anderen Menschen eindringen. Meistens passiert das beim ungeschützten Vaginal- oder Analverkehr. Aber auch beim Oralverkehr kann die Syphilis übertragen werden. Besonders leicht ist eine Übertragung von gemeinsam benutzten Spritzen beim Drogenkonsum.

 

Krankheitsverlauf

Die Syphilis bringt sehr verschiedene Beschwerden und Verläufe hervor. Deswegen wird sie oft übersehen oder mit anderen Krankheiten verwechselt. Sie verläuft in drei Stadien, wobei das dritte Stadium nur noch selten in Deutschland auftritt.

Im ersten Stadium tritt einige Tage nach einer Infektion entsteht oft ein kleines schmerzloses Geschwür an der Stelle, wo der Erreger in den Körper eingedrungen ist, zum Beispiel am Penis, in der Scheide, im Analbereich oder am Mund. Dieses Geschwür wird oft übersehen, weil es wie eine entzündete Hautstelle aussieht und nach einen Tagen wieder verschwindet.

Nach etwa zwei Monaten kommt es im zweiten Stadium zu Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen. Häufig bilden sich krankheitstypische Hautausschläge am Rumpf, Handflächen oder Fußsohlen. Diese Krankheitszeichen klingen von alleine wieder ab, danach macht sich die Syphilis längere Zeit nicht mehr bemerkbar.

Nach Jahren kann es zur dritten Stadium kommen. In dieser Krankheitsphase treten überall am Körper Geschwüre auf. Ebenso werden Organe und das Nervensystem geschädigt – bis hin zu Taubheit, Blindheit und geistigem Verfall.


Schutz

Das Risiko einer Syphilis kann man beim Sex nicht vollständig ausschließen, durch Kondome aber senken. Den Kontakt mit nässenden Hautstellen des Partners sollte man meiden. Kommen Sexspielzeuge zum Einsatz, sollte man für jeden Partner und jede Partnerin ein neues Kondom darüber ziehen und danach gründlich reinigen.

Besonders wichtig: Menschen, mit häufig wechselnden Sexualpartnern sollten sich einmal im  Jahr auf Syphilis testen lassen, um die Krankheit gegebenenfalls rechtzeitig behandeln zu können und sie nicht weiterzugeben.


Diagnose / Therapie

Bei Verdacht auf Syphilis wird ein Bluttest durchgeführt.

Syphilis wird mit Antibiotika behandelt, meistens mit Penizillin. Die Medikamente werden in einen Muskel gespritzt oder – bei schweren Verläufen – per Infusion. Wird die Krankheit in den ersten beiden Stadien behandelt, dauert die Therapie zwei bis drei Wochen. In späteren Krankheitsphasen ist eine Behandlung auch noch möglich, allerdings dauert die Therapie dann meistens länger.

Menschen mit einer Syphilis sollten auf Sex verzichten, bis die Therapie beendet ist. Soweit möglich, sollten sie ihre Sexpartnerinnen und -partner informieren, dass sie sich infiziert haben könnten und sich unbedingt auf Syphilis testen lassen sollten.

 

Quelle: www.aidshilfe.de

 

Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt keine persönliche Beratung.

logo herzenslust logo iwwit gesundesland landderideen